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| Finanzmanagement >> Veranlagungen >> Anlagetipps | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Erstes Gebot: Investieren Sie!
Die meisten Leute sparen in irgendeiner Art und Weise, die einen bewusst, die anderen unbewusst. Falls Sie Geld auf die Seite legen, sollten Sie dies bewusst tun. Mit der Zeit entwickelt sich dabei aus einem Sparplan ein Investitionsplan. Denn: Über längere Zeit brachliegendes Geld bedeutet verpasste Opportunitäten.
Zweites Gebot: Trachten Sie nicht nach kurzfristigem Gewinn
Gier ist der schlechteste Ratgeber an den Finanzmärkten. Die Geldanlage sollte strategisch betrieben werden, und nur eine lange Zeitdauer sorgt dafür, daß z.B. Aktien mit ihren großen Kursausschlägen nicht nur riskant sind, sondern vor allem auch rentieren. Wer Geld nicht längerfristig anlegt, kann es sich nicht leisten, in Anlagen mit großen Kursausschlägen zu investieren. Hingegen spielen für den, der langfristig anlegt, die kurzfristigen Ausschläge eine untergeordnete Rolle. Drittes Gebot: Versuchen Sie nicht, den „richtigen Moment“ zu erwischen – es gibt ihn nicht
Aktienpreisentwicklungen sind etwas Ähnliches wie nicht-prognostizierbare Zufallsprozesse. Das Ziel, Aktien immer gerade am Tiefspunkt zu kaufen, um sie dann zum Höchstpreis wieder zu verkaufen, ist ehrenvoll produziert aber im Normalfall nur hohe Kommissionen und Frustrationen. Im übrigen lässt sich zeigen, daß der Einstiegszeitpunkt für ein Aktienmanagement bei einem langem Anlagehorizont praktisch ohne Bedeutung ist. Für diejenigen, die nicht über einen langen Anlagehorizont verfügen, gilt das zweite Gebot.
Viertes Gebot: Versuchen Sie nicht, den „richtigen Titel“ zu finden – es gibt ihn nicht
Diversifikation ist der Anlagegrundsatz schlechthin. Es lässt sich zeigen daß ein Aktienportefeuille bestehend aus nur wenigen Titeln nicht nur höhere Anlagerisiken birgt, sondern daß diese Risiken nicht einmal durch höhere erwartete Erträge belohnt werden. Wenn man davon ausgeht, daß man nicht mehr weiß als der Durchschnitt der anderen Marktteilnehmer, führt ein nur wenig diversifiziertes Aktienportfolio im Allgemeinen zu negativen Anlageerfahrungen. Als Konsequenz ergibt sich die Einsicht, daß ein vernünftig diversifizierter Anlagefonds dasjenige Investitionsinstrument darstellt, das am besten die strategische Bedürfnisse sowohl privater als auch kleinerer institutioneller Anleger abdeckt.
Fünftes Gebot: Versuchen Sie nicht, mehr zu wissen als der „Markt“, denn der „Markt“ weiß viel
Im Allgemein besitzen weder Ihr Bankier noch Ihr Vermögensberater, noch die Börsenkolumne Ihrer Zeitung mehr Informationen und Einsichten in eine Unternehmung und den Wert ihrer Aktien als der Aktienkurs selbst. Mit anderen Worten: Wir können davon ausgehen, daß jeder Kurs an den Finanzmärkten jede für die Kursbildung relevante und öffentlich zugängliche Information bereits enthält. Das ist auch der Grund dafür, daß aktiv verwaltete Vermögen (so auch aktive Anlagefonds) keine bessere Rendite aufweisen als passive Anlagen (wie z.B. Indexfonds). Daraus folgt, daß es sich nicht lohnt, auf irgendwelche „heiße Tipps“ zu setzen. Nachhaltiger Anlageerfolg kann nicht auf solchen Tipps beruhen, sondern auf einer ausgeprägten Anlagedisziplin. Sechstes Gebot: Seien Sie diszipliniert
Verfolgen Sie nicht mit Ihrem ganzen Vermögen irgendwelche Anlagenträume. Es gibt zu viele Scharlatane auf dieser (Finanz-) Welt, die mit Habgier der anderen reich geworden sind. Bestimmen Sie selbst oder zusammen mit Ihrem Berater (Bankier, Treuhänder etc.) Ihren Anlagehorizont (den man aber nur allzu leicht unterschätzt!) und definieren Sie schließend, wie viel Sie in Aktien bzw. Aktienfonds investieren können. Wenn Sie die Investitionen getätigt haben, dann lassen Sie sie „laufen“. Noch einmal: Gier ist der schlechteste aller Ratgeber an den Finanzmärkten, Disziplin hingegen der beste, auch wenn er etwas langweilig ist.
Siebtes Gebot: Haben Sie Spaß, aber – Strategy First
Indexieren Sie, d.h. investieren Sie relativ passiv, aber lassen Sie es nicht dabei bewenden. Es gibt eine Welt „rechts der Erwartungswerte“, und es macht Spaß und ist zudem lehrreich, diese Welt auszukundschaften. Wenn Sie „mitspielen“ wollen, versuchen Sie einen Teil Ihres Geldes aufgrund einer systematischen Research-Tätigkeit (oder dann eben aufgrund irgendwelcher Tipps) zu investieren. Tun Sie dies aber nur mit einem klar definierten Teil Ihrer Anlage (z.B. 30 %), und seien Sie auch darin diszipliniert. Wenn Sie mit Ihren „Wetten“ Recht haben, dann erreichen Sie mit dem strategischen Teil eine Indexperformance und mit dem Wettanteil vielleicht sogar etwas mehr. So liegen Sie insgesamt über dem Index und sind damit erfolgreicher als die meisten Anlageprofis. Wenn Sie nicht Recht haben, dann verlieren Sie wenigstens nicht allzu viel (effektiv oder im Sinne von Opportunitäten).
Achtes Gebot: Trauen Sie keinem
Trauen Sie niemanden, der zu hohe Vermögenserträge verspricht, und sicher nicht dem, der über das finanzielle Paradies auf Erden phantasiert. An den Aktienmärkten verdient man längerfristig 8 % - 12 % im Jahr. Es deutet nichts darauf hin, daß sich diese Rendite in den nächsten Jahren wesentlich ändern würde. Aktien sind aber tatsächlich die am meisten rentierenden Anlagemedien, weil sie kurzfristig auch die größten Schwankungen aufweisen. Jede Anlagestrategie, die eine höhere Rendite in Aussicht stellt, ist notwendigerweise riskanter, was bis zu Totalverlusten gehen kann. Es gibt auch – oder vielleicht gerade – an den Finanzmärkten nichts umsonst.
Quelle: Salzburger Kredit- und Wechsel-Bank AG (SKWB)
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